Sonntag, 30. März 2014

Jaroslawl ist eine der ältesten Städte Zentralrusslands

Prophet-Elias-Kirche in Jaroslawl
Die Stadt Jaroslawl wurde nach Jaruslawl dem Weisen benannt, der einen sibirischen Bär mit einer Axt erschlagen haben soll. Die Architektur der Stadt ist Ausdruck des Zarentums. Im Inneren der 1.000-jährigen Stadt trifft man auf wunderschöne altrussische Architektur, so daß man den Innenstadtbereich fast als Freilichtmuseum bezeichnen könnte. Die historische Stadt feierte im September 2010 ihr 1.000-jähriges Bestehen, gehört zu den ältesten Städten Zentralrusslands. Im Mittelalter war Jaroslawl die Hauptstadt eines Fürstentums, Anfang des 17. Jahrhunderts war es für einige Monate Hauptstadt des russischen Zarentums, und vor der Gründung Sankt Petersburgs galt Jaroslawl als zweitgrößte russische Stadt. Vor der Gründung Sankt Petersburgs galt Jaroslawl als zweitgrößte russische Stadt. Jaroslawl verfügt mit einem Stadtwappen und einer Stadtflagge über zwei eigene heraldische Symbole. Beiden ist das an die Stadtgründungslegende angelehnte Motiv mit dem Bären und der Streitaxt gemein. Heute ist die an Kulturschätzen reich gesegnete Stadt ein beliebtes Touristenzentrum und wird zum »Goldenen Ring Russlands« gezählt, einer Gruppe altrussischer Städte nordöstlich von Moskau. Die Altstadt von Jaroslawl ist seit 2005 UNESCO-Weltkulturerbe. Die Altstadt mit vielen Kirchen aus dem 17. Jahrhundert, dem Ensemble des Christi-Verklärungs-Klosters sowie einem gut erhaltenen Straßennetz aus dem 18. und 19. Jahrhundert mit vorwiegend klassizistischen Profanbauten ist seit 2005 als Weltkulturerbe in die Liste der UNESCO eingetragen.
Jaroslawl Prophet-Elias-Kirche
Mit über 600.000 Einwohnern stellt Jaroslawl die größte Stadt an der Wolga flussaufwärts von Nischni Nowgorod dar. Jaroslawl gehört zu den acht Städten der Touristenroute des Goldenen Rings nordöstlich von Moskau und ist gleichzeitig die größte unter diesen Städten. Schwerpunktmäßig ist die Stadt durch ihre Architektur bekannt, weist jedoch auch ein nicht zu vernachlässigendes Angebot an kulturellen Attraktionen auf. Jaroslawl ist ein Verkehrsknotenpunkt von mehreren regionalen und überregionalen Straßen sowie Eisenbahnlinien (darunter der Transsibirischen Eisenbahn). Verkehrstechnisch ist Jaroslawl ein Knotenpunkt zwischen der Transsib und der Wolga. Die Transsibirische Eisenbahn hält auf Kilometer 280 nach der Abfahrt aus Moskau hier erstmals wieder an. Weblinks: Jaroslawl - Wikipedia UNESCO Welterbe in Russland - www.russlandjournal.de

Mittwoch, 26. März 2014

Wladimir war in frühen Mittelalter ein Kultur- und Machtzentrum

Goldenes Tor in Wladimir, 1164
Wladimir ist eine Stadt in Russland, die rund 190 km östlich von Moskau liegt und im frühen Mittelalter eine bedeutende Stadt war. Heute hat die Stadt ihren Glanz überlebt und lebt vor allem vom Tourimus. Als Hauptstadt des Großfürstentums Wladimir-Susdal spielte die Stadt in der russischen Geschichte eine bedeutende Rolle als ein wichtiges Kultur- und Machtzentrum vor der Mongolischen Invasion der Rus sowie als vorübergehender Sitz des Metropoliten der Russisch-Orthodoxen Kirche. Die Hypatiuschronik nennt bereits das Jahr 990 als Gründungsjahr Wladimirs durch den Kiewer Fürsten Wladimir Swjatoslawitsch. Als offizielles Gründungsjahr gilt jedoch das Jahr 1108, in dem der Fürst von Tschernigow Wladimir Monomach die Stadt befestigen ließ. Monomachs Enkel Andrei Bogoljubski verlegte etwa 50 Jahre später den Großfürstensitz von Susdal nach Wladimir. Während der folgenden Jahre bis zur Eroberung und Verwüstung durch die Tataren am 7. Februar 1238 erlebte die Stadt ihre Glanzzeit. 1238 wurde das Fürstentum Wladimir von den Mongolen unter der Führung von Batu Khan erobert. Die Stadtentwicklung wurde dadurch nachhaltig unterbrochen, viele Handwerkstraditionen gingen verloren. Dennoch bewahrte sich Wladimir während der Herrschaftszeit von Alexander Newski (1252–63) seine politische Vormachtstellung. Unter den Städten der Rus. 1299–1317 befand sich in Wladimir der Sitz des Metropoliten.
Hellmann 2 Demetrius-Kathedrale
Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten zählen die Mariä-Entschlafens-Kathedrale von 1157 bis 1160, das Goldene Tor, ein altes Stadttor, die Demetriuskathedrale von 1194 bis 1197 als letztes Zeugnis der fürstlichen Residenz, das Fürstinnen-Kloster, ebenfalls mit Überresten eines Schlosses. Unweit der Stadt befinden sich das Kloster Bogoljubowo und die berühmte Mariä-Schutz-und-Fürbitte-Kirche an der Nerl von 1165, die Andrei Bogoljubski in nur einem Sommer zum Andenken an seinen Sohn Isjaslaw errichten ließ. Außerdem gibt es eine Reihe weiterer Kirchen, Klöster und Profanbauten.

Sonntag, 23. März 2014

Moskau, die Hauptstadt Russlands

Basilius Kathedrale
Moskau ist die Hauptstadt Russlands und liegt am Ufer der Flüsse Moskwa und Jausa im Zentrum des europäischen Teils der Russischen Föderation. Seit dem 16. Jahrhundert wird Moskau auch als „Drittes Rom“ bezeichnet. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs erhielt Moskau die Auszeichnung einer „Heldenstadt“. Moskau ist eine Metropole, so groß, imposant und schnelllebig wie keine zweite in Europa: Moskau, die russische Kapitale, hat den sozialistischen Mantel abgelegt und präsentiert sich heute als lebendige Megacity. Zwischen Stalin-Wolkenkratzern, Platten­bauten und Adelspalästen hat sich die Stadt neu erschaffen. Moskau ist das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes mit Hochschulen und Fachschulen sowie zahlreichen Kirchen, Theatern, Museen, Galerien und dem 540 Meter hohen Ostankino-Turm.
Kreml
Zentrum Moskaus sind der Kreml und der Rote Platz, die seit 1990 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes stehen. Aufgrund seiner geschichtlichen Bedeutung, seiner Größe und der bekannten angrenzenden Gebäude, ist der Rote Platz der bekannteste Platz Moskaus. Gegenüber des Kaufhauses GUMliegt das Lenin-Mausoleum, das 1930 entstanden ist. Der Leichnam Lenins wurde gegen seinen Willen von Stalin einbalsamiert und zunächst in einem provisorischen hölzernen Mausoleum untergebracht. Das neue Mausoleum ist ein aus dunkelrotem Granit bestehendes pyramidenförmiges Gebäude. Die Basilius-Kathedrale ist die vermutlich bekannteste architektonische Konstruktion Russlands und gilt auf der ganzen Welt als das Symbol der Stadt Moskau. Das Bolschoi-Theater („Großes Theater“) in Moskau ist das bekannteste Theater der Stadt. Der Bau des Bolschoi Theaters, im Moskauer Zentrum, entstand im Jahre 1780 im Stil des russischen Klassizismus und gehört zu den schönsten weltweit. Die Lomonossow-Universität ist die größte und älteste Universität Russlands. Sie wurde am 25. Januar 1755 per Erlass von Elisabeth I. auf Anregung des Universalgelehrten und Schriftstellers Michail Lomonossow gegründet. Moskau ist Sitz der Russisch-Orthodoxen Kirche: Der Patriarch residiert im Danilow-Kloster, das größte russisch-orthodoxe Kirchengebäude ist die Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale. Es gibt im Stadtgebiet von Moskau über 300 Kirchen. Moskau besitzt vier Flughäfen und neun Bahnhöfe. Vom Jaroslawler Bahnhof rollen die Züge in Richtung Osten, darunter auch der Zug nach Wladiwostok, die Transsibirische Eisenbahn (Transsib). Die Reise mit der Transibirischen Eisenbahn von Moskau nach Waldiwostok beginnt in der ersten Etappe in Moskau und führt zunächst bis Omsk. .

Mittwoch, 19. März 2014

Kiew gilt als die "Mutter aller russischen Städte"

Kiew
Kiew ist eine der ältesten Städte in Osteuropa und gilt als die "Mutter aller russischen Städte". Kiew war im Mittelalter das Zentrum des Reiches "Kiewer Rus". Wegen der vielen Kirchen und Klöster und seiner Bedeutung für die orthodoxe Christenheit wird Kiew seit dem Mittelalter außerdem als "Jerusalem des Ostens" bezeichnet. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs erhielt Kiew die Auszeichnung einer "Heldenstadt". Die Stadt liegt auf grünen Hügeln mit einer überraschend schönen Aussicht auf den Dnepr (ukrainisch Dnipro) – den größten Fluss der Ukraine und den drittlängsten Fluss Europas. Der Dnepr teilt die Stadt in zwei Hälften. Kiew besitzt eine große Anzahl sehenswerter Kirchen, Museen, Profanbauten und Denkmäler. Als UNESCO-Weltkulturerbe wurde die Sophienkathedrale, das Kiewer Höhlenkloster und die Mariä-Entschlafens-Kathedrale eingestuft. An Straßen sind ist der Chreschtschatyk-Boulevard, der große Hauptstadtboulevard mit Gebäuden im Zuckerbäckerstil und der für sein kulturelles Leben bekannte Andreassteig zu nennen.
Maidan Platz
Einer der wichtigsten Plätze Kiews ist der "Platz der Unabhängigkeit", der von zahlreichen historischen Bauten gesäumt wird. International bekannt wurde dieser Platz in jüngster Vergangenheit als Schauplatz der "Orangenen Revolution". Nicht zuletzt durch die "Orangene Revolution" und den Euromaidan ist der "Majdan Nesaleschnosti", der Hauptplatz der Stadt mit dem Hotel Ukrajina und dem Unabhängigkeitsdenkmal der Ukraine bekannt geworden. Weitere bekannte Denkmale sind das Denkmal der Völkerfreundschaft mit einem monumentalen Bogen mit einem Diameter von 60 Metern und die Mutter-Heimat-Statue, eine 62 Meter hohe Kolossalstatue zum Gedenken an den Sieg im Großen Vaterländischen Krieg. Die ukrainische Hauptstadt wird geprägt durch eine Vielzahl von besonderen Straßen und Vierteln. Die beliebte Einkaufsmeile Chreschtschatik-Straße wird an jedem Wochenende zur Kulisse eines großen Volksfestes. Neben dem historischen Stadtbild prägt eine große Zahl sowjetischer Prachtbauten die Stadt .
Kloster Lavra
Kiew ist weltweit bekannt für seine goldenen Kuppeln der zahlreichen Kirchen, Kultureinrichtungen, vielen Parks und Gärten, sowie einzigartigen Baudenkmäler. Die moderne kosmopolitische Stadt ist reich an Galerien, Art-Zentren, Museen, Restaurants mit verschiedenen Küchen der Welt, Cafes, Bars, Nachtclubs und internationalen Kunstereignissen. Weblink: Ein großartiges Reiseziel: Kiew - www.flyuia.com

Sonntag, 16. März 2014

Lemberg, die prachtvolle Löwenstadt

Lemberg, die Löwenstadt
Lemberg - ukrainisch: L'viv - ist mit etwa 740.000 Einwohnern eine Stadt im Westen der Ukraine, Ost-Gallizien und Hauptstadt des gleichnamigen Oblast. Die Stadt liegt ca. 80 Kilometer östlich der polnischen Grenze an der Poltwa. Die Altstadt gehört seit 1998 zum Welterbe der UNESCO. Lemberg ist eine prachtvolle Stadt der Ukraine, baulich und kulturell inhaltsvoll und in ganz Europa bekannt. Die Stadt lebt von ihrer kulturellen Vielfalt. Die Stadt wird auch „die Perle“ Osteuropas genannt, da sie mit seiner Eigenheit und Schönheit erobert.
Lemberg, die Löwenstadt
Die Stadt trägt den Löwen im Namen und im Wappen. In Blau eine goldene Mauer mit drei Zinnentürmen, davon dem höchsten in der Mitte, und einem laufenden goldenen Löwen im spitzen Torbogen. "Lev" bedeutet Löwe, somit ist L'viv die Stadt des Löwen, was sich im Wappen, wie auch in zahlreichen Skulpturen in der Stadt zeigt. Seit 1945 gehörte die Stadt in Ost-Gallizien zur UdSSR und ist seit 1991 ukrainisch. Das historische Zentrum von Lemberg aus der Blütezeit ab Ende des 19. Jahrhunderts wurde 1998 von der UNESCO in das Welterbe aufgenommen. Die Altstadt ist von Renaissance, Barock, Klassizismus und Jugendstil geprägt. Zu den Sehenswüdigkeiten gehören das Oper und Ballett-Theater, das Rathaus in der Mitte des Platzes Pl. Rynok.
Lemberg, die Löwenstadt
Lemberg lebt von der alten Pracht seiner historischen Altstadt. Lembergs Altstadt und die um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhunderts entstandenen anschließenden Quartiere weisen eine fast einmalige, von Kriegszerstörungen und nachkriegszeitlichen Eingriffen verschont gebliebene Geschlossenheit an Bauten der Renaissance, des Barocks, des Klassizismus, Historismus, Jugendstils und Art déco auf. 1998 wurde das historische Zentrum der Stadt in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO eingetragen. Lemberg ist eine dynamische Stadt mit jungem Publikum, vielen Baustellen, und langsam wachsendem Tourismus. Beherrschende Sprachen sind neben ukrainisch auch polnisch und russisch. Manchmal kommt man mit deutsch weiter, bei jüngerem Publikum kann man es mit englisch versuchen. Beschilderungen sind überweigend in kyrillisch. Lemberg hat ein breites kulturelles und sportliches Angebot zu bieten. Die Stadt war ein Austragungsort der Fußball-Europameisterschaft 2012.

Mittwoch, 12. März 2014

Skopje wird zu einem bizarren Geschichts-Disneyland

Statue Alexander des Großen
Mazedoniens Wirtschaft steckt in der Krise, aber die Regierung verballert riesige Summen für absurde Prestigeprojekte. In Skopje floriert der absurde Kitsch - selten ist eine Hauptstadt so monumental verkitscht worden. Die Hauptstadt Skopje versinkt im Kitsch bombastischer Paläste und gigantischer Alexander-Statuen. Skopje wird immer mehr zu einem bizarren »Geschichts-Disneyland«. Innerhalb von nur drei Jahren hat die Regierung des kleinen Balkanstaates die Hauptstadt Skopje in ein bizarres Geschichts-Disneyland verwandelt. 20 neue Gebäude, an die 100 Statuen. Die regierung will jedoch dafür nicht verantwortlich gemacht werden. Die Initiatoren sagen: »Das Volk will das so«.
Statue in Skopje
Alexander der Große (356-323) machte den Namen Mazedonien weltbekannt. In der Hauptstadt des bitterarmen Balkanlandes im Südosten Europas wird die ganze Innenstadt mit grotesken Statuen - wie der Alexander der Größten - zugestellt und Barockfassaden verkleidet. Es gibt kaum noch freie Plätze, bald ist die ganze Innenstadt mit Statuen zugestellt. Nicht alle in Skopje finden die Kitsch-Offensive super. Architekten und Historiker haben bereits eine Demo organisiert. Sie wollen verhindern, dass auch noch die ganze Innenstadt mit Barockfassaden verkleidet wird. Und was das alles kostet! - Skopje ist eines der ärmsten Länder der Welt. Weblink: eschichts-Disneyland - Alexander der Größte! - Capriccio - www.br.de

Sonntag, 9. März 2014

Simferopol ist die Hauptstadt der Autonomen Republik Krim

Der Bahnhofsplatz in Simferopol
Simferopol ist die Hauptstadt der Autonomen Republik Krim, Ukraine. Die Stadt hat 344.000 Einwohner und ist das Zentrum des gleichnamigen Rajons Simferopol. Die Stadt liegt im Landesinneren der Krim am größten Fluss der Krim, dem Salhyr, an den Nordhängen des Krimgebirges. Als Hauptstadt der Krim ist Simferopol auch das Zentrum des von Krimtataren dominierten Islam in der Ukraine. Simferopol ist der Sitz des Parlaments der Autonomen Republik Krim. Sehenswürdikgeiten der Stadt sind Regionale Museum der lokal Lehre, der Salgirka Stadtpark, die Kirch der Heiligen Dreifaltigkeit, die Kebir-Jami Moschee und die skythische Neapolis.

Mittwoch, 5. März 2014

Hafenstadt Sewastopol liegt am Südzipfel der Halbinsel Krim

Sewastopol
Die Hafenstadt Sewastopol ist die größte Stadt auf der ukrainischen Halbinsel Krim. Sie wurde unter russischer Besetzung 1783 gegründet und liegt am südwestlichen Rand der Krim auf den Ausläufern des Krimgebirges direkt am Schwarzen Meer. Den Namen „Majestätsstadt“ oder „Kaiserstadt“ erhielt die Stadt 1784 vom russischen Fürsten Grigori Potjomkin. Die alte Festungsstadt ist Heimathafen und Hauptstützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte sowie der ukrainischen Marine.
Sewastopol
Die große Bucht von Sewastopol (Sewastopolskaja buchta), teilt die Stadt in eine Nord- und eine Südhälfte. Auf Letzterer erstreckt sich das Zentrum der Stadt über mehrere Hügel. Sehenswürdigkeiten der Stadt sind die wiederaufgebaute klassizistische Prachtbauten, Tempelruinen und die Überreste der griechischen Kolonie Chersones. Mehrere Flüsse fließen komplett oder teilweise durch das Stadtgebiet. Die größten Flüsse im Stadtgebiet sind der Tschorna, der Katscha und der Belbek. Das riesige Territorium von Sewastopol – in Länge und Breite bis zu 50 Kilometer groß – entspricht der Fläche von Berlin oder New York.

Samstag, 1. März 2014

Die Krim ist die größte Halbinsel der Ukraine

Die Krim
Die Krim ist die größte Halbinsel der Ukraine und des Schwarzen Meeres. Die von den Tartaren bewohnte schöne Krim-Halbinsel ist ein bekanntes Urlaubsparadies und die Sommerresidenz der russischen Zarenfamilie. Die Halbinsel verzaubert mit einer vielfältigen Natur, prächtigen Kurorten, malerischen Weinbergen und einem maritimen Klima. Die Krim lockt mit unzähligen Buchten – sowohl Steilküsten als auch sanften Sandstränden. Das Meer erreicht im Sommer übrigens angenehme 25 C, manchmal sogar 28 C. In den Badeorten mit monarchistischem Flair fühlt der Urlauber sich in eine andere Zeit versetzt.
Karte der Halbinsel Krim im Schwarzen Meer
Die Krim ist im Westen und Süden vom Schwarzen Meer und im Osten vom Asowschen Meer umgeben. Im Norden ist die Halbinsel durch den Sywasch, ein großflächiges System flacher Buchten im Westen des Asowschen Meeres, vom Festland getrennt. Die Landenge von Perekop stellt die Landverbindung zum Festland her. Im Osten grenzt die Krim mit der Halbinsel Kertsch an die Straße von Kertsch, an deren gegenüberliegendem Ufer die russische Taman-Halbinsel liegt. Der Nordteil der Halbinsel ist flach bis sanftwellig und bildet eine Steppenlandschaft aus, die über den Nord-Krim-Kanal mit Wasser aus dem Dnepr bewässert wird. Im Süden der Halbinsel liegt das Krimgebirge, das nicht nur ein geographisches Hindernis darstellt, sondern auch eine Wetter- und Klimascheide ist.
Die Krim
Während nördlich der Berge eher gemäßigte Klimabedingungen herrschen und vor allem die Winter deutlich kälter sind, herrscht südlich des Krimgebirges mediterranes Klima, in dem Südfrüchte und auch Weinstöcke sehr gut gedeihen. Die höchsten Erhebungen des Krimgebirges sind der Roman Kosch (1.545 m), der Tschatyrdag (1.527 m) und der Lapata (1.406 m). Hier bilden sich zahlreiche Flüsse wie die Alma, der Belbek, die Tschorna und die zwei Quellflüsse des Salhyr, des mit 232 km längsten Flusses der Krim. Der höchste Wasserfall der Ukraine, der Utschan-Su-Wasserfall liegt ebenfalls im Krimgebirge. Am Südzipfel der Krim befindet sich die Hafenstadt Sewastopol, weitere bekannte Urlaubsorte sind Jalta, Hursuf, Aluschta, Bachtschyssaraj, Feodossija und Sudak. Eine Touristenattraktion ist die längste Trolleybuslinie der Welt, sie wird von der Gesellschaft Krymskyj trolejbus betrieben und verkehrt zwischen Jalta, Aluschta und Simferopol. Sie führt unter anderem über das Krimgebirge mit Ausblicken auf das Meer. Nikita Chrustschow machte 1964 die überwiegend von Russen bewohnte Krim der Ukraine zum Geschenk. Nach der Revolution und dem Umsturz in Kiew gibt es separatistische Bewegungen, die die Rückkehr der Krim nach Russland fordern. Die Lage auf der Insel bleibt daher gespannt. Im Zuge der Auflösung der Sowjetunion wurde die Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik am 24. August 1991 in den bestehenden Grenzen und damit das Gebiet der Krim zum unabhängigen ukrainischen Staat.