Donnerstag, 7. Juli 2011

Machu Picchu feiert 100. Jubiläum der Entdeckung



Der Machu Picchu ist ein einzigartiges Zeugnis der Inkakultur. Die Inka-Stadt wurde vor mehr als 500 Jahren auf einem Bergrücken eines Anden-Berges in Stein gehauen.

Der Machu Picchu - was soviel bedeutet wie "Alter Berg" - feiert Jubiläum, denn vor 100 Jahren wurden die die überwucherten Ruinen "für die Welt" entdeckt. Erst vor 100 Jahren wurde sie wieder entdeckt - von dem amerikanischen Historiker und Abenteurer Hiram Bingham.

Der Zeitpunkt der Entdeckung ist allerdings nicht unumstritten und es gibt einen handfesten Streit über den Entdecker dieses Weltwunders: Bereits vor ihm soll ein Peruaner Machu Picchu erblickt haben. Abgesehen von den Einheimischen sollen auch andere Fremde wie etwa der Deutsche Augusto Berns die Anlage gekannt haben.



Jahrhunderte hindurch blieb die geheimnisvolle, im 15. Jahrhundert gebaute Stadt den europäischen Eroberern Südamerikas verborgen. Die Spanier, die von 1532 an auf ihrer gierigen Suche nach Gold auch die Kulturen der Anden-Indianer zerstörten, fanden das festungsartige Machu Picchu ("Alter Gipfel") nicht.
Busladungen von Touristen kommen täglich aus dem Örtchen Aguas Calientes, erschöpfte

Rucksackwanderer erreichen die Ruinen nach einer viertägigen Tour: Jeden Tag strömen Tausende in die Ruinenstadt Machu Picchu, die als eindrucksvollstes Erbe der Inka gilt.

Weblinks:

Streit über Weltwunder - Wer hat Machu Picchu wiederentdeckt? - www. tagesschau.de

Machu Picchu feiert Jubiläum - Vor 100 Jahren "für die Welt" entdeckt - ntv.de

Machu Picchu - 100 Jahre Trümmertourismus - www. spiegel.de

Dienstag, 5. Juli 2011

Peking - die Verbotene Stadt



Die Verbotene Stadt ist das Wahrzeichen von Peking und Sinnbild der Kaiserzeit. Sie wurde während der Ming-Dynastie erbaut und war für 500 Jahre die Kaiserresidenz und politisches Machtzentrum Chinas.

Die Verbotene Stadt liegt am nördlichen Ende des Tiananmen-Platzes. Sie ist einer der letzten Orte, an denen sich die Vergangenheit der chinesischen Kaiserzeit nachempfinden lässt.

Die riesige Anlage trotzt der rasanten Modernisierung der Metropole - und wird nun nach Jahren der Vernachlässigung renoviert. In früheren Zeiten war für den normalen chinesischen Bürger der Zugang zur Stadt und zur Kaiserresidenz untersagt.

Zweimal war die Verbotene Stadt Opfer von Zerstörung bzw. Plünderung: Während der Eroberung Pekings durch die Mandschu (Qing-Dynastie) 1664 und kurz vor der Eroberung Pekings durch kommunistische Truppen im Jahr 1949, als die gestürzten Guomindang die Schätze der Verbotenen Stadt auf der Flucht nach Taiwan mitnahm.

Sonntag, 3. Juli 2011

Konfuzius-Statue am Tiananmen-Platz in Peking



Seit Anfang des Jahres grüsste eine knapp acht Meter hohe Statue des Philosophen Konfuzius die Besucher auf dem Tiananmen-Platz in Peking. Der weise Philosoph grüsste sanftmütig blickend seine Gäste und überblickte zugleich den großen Tiananmen-Platz.

Die 17 Tonnen schwere Bronzestatue wurde am Eingang des sanierten Nationalmuseums auf der Ostseite des Platzes in prominenter Lage schräg gegenüber eines großen Porträts von Mao Tsetung, Chinas früherem Staatspräsidenten, am Eingang zum Kaiserpalast enthüllt.

Konfuzius repräsentiere die traditionelle chinesische Kultur und sei ihre Visitenkarte in der Welt, erklärte Museumsdirektor Lu Zhangshen bei der Enthüllung der Statue. Der Denker soll von 551 bis 479 vor Christus gelebt haben.

Die Statue von Konfuzius, die erst im Januar vor dem Nationalmuseum in Peking feierlich eingeweiht worden war, wurde drei Monate später überraschend wieder entfernt. Die Bronzestatue des Philosophen wurde an einen weniger auffälligen Ort in einem Innenhof des Museums umgesiedelt.

Die prominente Lage schräg gegenüber eines großen Porträts von Mao Tsetung, Chinas früherem Staatspräsidenten, am Eingang zum Kaiserpalast hatte für Diskussionen gesorgt - weil der »große Steuermann« die Lehren von Konfuzius immer als rückständig bekämpft hatte.

So schieden sich die chinesischen Geister: Einige sahen ein Symbol der traditionellen chinesischen Kultur, deren Morallehre stärker gefördert werden sollte. Andere meinten hingegen, Konfuzius könne die chinesische Gesellschaft nicht voranbringen und warnten vor einem neuen Kult um den alten Gelehrten.

So verschwand der Philosoph wieder vom Platz wie er gekommen war - ohne dort allzuviel Weisheit beim Volk ausgestrahlt oder hinterlassen zu haben.

Weblink:

Peking - www. chinaseite.de

Sonntag, 26. Juni 2011

Mount Paektus atemberaubende Naturschönheit

Mount Paektu
Blick auf den Kratersee Chonji von der Spitze des Mount Paektu


Der höchste Berg Nordkoreas ist der Paektusan (2.744 m) - auch Mount Paektu genannt - an der Grenze zu China. Der mitten in einer Kraterlandschaft gelegene Vulkan-Berg ist eine atemberaubende Naturschönheit, vergleichbar mit dem Mount Kumgang.



Direkt unterhalb des Mount Paektu liegt der Kratersee Chonji, auf den man von der Bergspitze einen wundervollen Ausblick ebenso wie auf die umgebende Landschaft geniessen kann. Mehr als 20 Berge höher als 2.500 Meter umgeben den Chonji, den unterhalb der Bergspitze gelegenen Kratersee.



Der Mount Paektu ist mehr als nur eine Touristen-Attraktion. Er hat eine spezielle Bedeutung als ’spiritueller Berg der Koreaner’.



Viele Besucher haben den Berg von der chinesischen Seite aus besucht, aber die Landschaft und Szenerie von der nordkoreanischen Seite bietet die aussergewöhnlicheren Impressionen.

Weblink

Mt. Paektu - www. korea-is-one.org/

Donnerstag, 23. Juni 2011

Kaesong - die frühere Hauptstadt des Koryo-Staates

Die Stadt Kaesong in der Provinz Hwanghae-pukto war die frühere Hauptstadt des Koryo-Staates (918 – 1392), des ersten einheitlichen Staates auf der koreanischen Halbinsel. Vom 10. bis zum Ende des 14. Jahrhunderts war sie mit kurzen Unterbrechungen Hauptstadt des koreanischen Königreichs Koryeo.

Kaesong

Kaesong ist Industriestadt, Verkehrsknoten und Kulturzentrum mit Universitäten, Theater und Museen. Die Stadt liegt im äußersten Südwesten Nordkoreas, 198 km südlich von Pjöngjang unweit von Panmunjom an der militärischen Demarkationslinie, die Nord- und Südkorea voneinander trennt.

Die alte Stadt Kaesong bewahrt zahlreiche historische Gebäude und Reliquien. Der königliche Palast von Koryo, der Manwoldae, liegt am Berg Songak inmitten eines weitläufigen Pinienwaldes. Dort befindet sich auch das Museum von Koryo, ehemals eine Schule des Konfuzianismus, das viele wertvolle Funde beherbergt.

Die Sternwarte von Tcheumseng wurde bereits damals genutzt. Der Chanam-Berg, der mitten in der Stadt liegt, ist von malerischer Schönheit und dafür seit der Antike berühmt.

Kaesong

Kaesong ist weltweit auch als das Herkunftsgebiet des berühmten Koryo-Ginseng bekannt. Die Stadt ist weithin bekannt für "Insam Koryo", den Ginseng, dessen medizinischen Eigenschaften allgemein anerkannt sind. Dank der Eigenschaften von Boden, Wasser, Klima und der Anbau- und Umwandlungsmethoden, ist sie die medizinische Pflanze par excellence der Region.

Die künstlerische Spezialität der Region ist die Keramik. Die berühmte Celadon-Keramik von Koryo ist von hellem grünem oder jadeblauem Farbton. Jedes Stück ist ein wahres Kunstwerk und sehr dekorativ.

Weblinks


Kaesong - trevor-rachel.blogspot.com
Kaesong - www.korea-is-one.org/

Samstag, 18. Juni 2011

Pjöngjang und seine monumentale Architektur



Ambitionierte Gesellschaftsbauten, monotone Wohntürme und eine monumentale Leere prägen die 3-Millionen-Metropole, die während des Koreakriegs 1950 bis 1953 nahezu vollständig zerstört wurde.

Keine Stadt ist nach einem Parteiprogramm entworfen worden wie Pjöngjnag. von Hitler und Stalin träumten, das verwirklichten Kim Il Song und sein Sohn Kim Jong Il nach der fast völligen Zerstörung der Stadt nach dem Korea-Krieg: die Verherrlichung der eigenen Macht in kilometerlangen Sichtachesn, meterhohen Bronzestatuen und monströsen Repräsentationsbauten. Viele Bauten blieben aus Geldmangel lange Zeit einfach unvollendet.

Die repräsentativen Bauten sind das Stadion des 1. Mai, mit 150.000 Sitzplätzen das größte der Welt, der zu Kim Il-sungs 70. Geburtstag errichtete Triumphbogen, das 2003 errichtete Indoor-Stadion und die ewige Baustelle des 330 Meter hohen Geisterhotels Ryugyong und die bis zu 100 Meter breiten, von Wohnblocks gesäumten menschenleeren Achsen.

So interessant die sozialistischen Stadtplanung aus architektonischer Sicht auch sein mag - nur wenige werden Pjöngjang als Urlaubsziel ansteuern. Pjöngjang ist kein Ort Touristen, denn in eine Diktatur reist nach nicht gern. Noch dazu, wenn man dort nie alleine auf Entdeckungstour gehen darf - Begleiter, Übersetzer und Fahrer sind beim Besuch an der Seite jedes Touristen als staatlich bestellte Aufpasser obligatorisch.

Dienstag, 14. Juni 2011

Pjöngjang - Hauptstadt Nordkoreas



Pjöngjang ist die Hauptstadt Nordkoreas und liegt im Südwesten des Landes. Sie steht unter zentraler Verwaltung der Regierung und besitzt den Status einer Provinz. Die Stadt ist politischer, wirtschaftlicher und kultureller Mittelpunkt sowie Verkehrsknotenpunkt des Landes mit Universität und zahlreichen Theatern, Museen sowie Baudenkmälern. In der Kernstadt leben 3.059.678 Menschen.

Pjöngjang gilt als die älteste Stadt der Koreanischen Halbinsel. Die Stadt blickt dabei auf eine 5.000-jährige Geschichte zurück: Sie gilt als die Wiege der koreanischen Nation und ist das Grundfundament des Landes. Der Name Pjöngjang bedeutet „ebenes Land“ oder „gemütvolle Umgebung“. Der Legende nach wurde es im Jahr 2333 v. Chr. vom Halbgott Dangun Wanggeom, dem mythologischen Staatsgründer Koreas, unter dem Namen Wanggomsong gegründet.

Die Stadt des ebenen Landes wird vom Taedong-Fluss durchzogen. Pjöngjang ist 2 000 Jahre alt, aber besitzt wenige historische Gebäude. Sie ist mehrmals durch Kriege zerstört und anschließend wieder aufgebaut worden. Das moderne Pjöngjang hat zahlreiche Parks und breite Straßenzüge, die von großen Wohnhäusern gesäumt werden. Zu den Sehenswürdigkeiten in Pjöngjang gehören die Überreste der früheren Stadtmauern, Gräber aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. und buddhistische Tempel.


Pjöngjang


"Pjöngjang"
von Guy Delisle

Reprodukt; Auflage: 1.,
Broschiert, 25. Mai 2007,
18,00 EUR.
ISBN-13: 978-3938511312


Weblinks:

Pyongyang - nordkorea-info.de / tourismus / reiseziele


Pyongjang - www.korea-is-one.org/

Hinter den Monumenten - derstandard.at