Montag, 11. Januar 2010

Europäische Kulturhauptstadt 2010

Ruhrzeche

Essen und damit auch das gesamte Ruhrgebiet ist dieses Jahr »Europäische Kulturhauptstadt«. Damit erlebt das gesamte Revier eine ungewohnte Aufwertung. Das Gebiet ist nicht nur graue Industrieregion und industriell geprägter Ballungsraum, sondern wird in diesem Jahr zu einer umfassenden Kulturregion.

Das Ruhrgebiet demonstriert damit sein neues Selbstbewusstein als Kulturregion und moderner Ballungsraum mit einer europaweit wohl einmaligen Ansammlung von Theatern, Museen und Kultureinrichtungen - Essen und das Ruhrgebiet agieren selbstbewusst.

Essen und 52 Revierkommunen von Sonsbeck am Niederrhein bis Hamm in Westfalen wollen zeigen, dass sie nicht nur graue Industrieregion "tief im Westen" sind, sondern ein moderner Ballungsraum mit einer europaweit wohl einmaligen Ansammlung von Theatern, Museen und Kultureinrichtungen. Neben Essen samt Ruhrgebiet werden 2010 auch Istanbul und das ungarische Pécs EU-Kulturhauptstädte sein.

»Europäische Kulturhauptstadt« bedeutet, dass die Region entlang der Ruhr in diesem Jahr kulturell aufblühen und zu einen Veranstaltungsrevier wird. Das ganze Jahr über werden viele Event-Veranstaltungen die Ruhrregion mit einem besonderen Zauber überziehen, wobei die bunte kulturelle Mischung den Reiz dieser Verantstaltung ausmachen wird.

Das Ruhrgebiet hat viel zu bieten und steigt damit endgültig zu einer etablierten Kulturregion Europas auf.

Samstag, 9. Januar 2010

Reykjavík ist die am nördlichsten gelegene Hauptstadt der Welt

Reykjavik


Reykjavík ist die am nördlichsten gelegene Großstadt Westeuropas sowie die am nördlichsten gelegene Hauptstadt der Welt. In der Metropolregion Reykjavík leben über 200.000 Menschen.

Der Name Reykjavík ist das isländische Wort für „Rauchbucht“. Er rührt vermutlich von den Dämpfen der heißen Quellen in der Umgebung her und wird einem Missverständnis des ersten Siedlers Ingólfur Arnarson zugeschrieben.

Die größte Stadt Islands liegt geschützt in einer Bucht an der Westküste Islands am Atlantik, genauer gesagt an der Faxaflói-Bucht unterhalb des etwa 900 Meter hohen Hausberges Esja.

Reykjavik ist das geistige, kulturelle und wirtschaftiche Zentrum Islandes. In der Stadt befinden sich die meisten Fakultäten der Universität des Landes und verschiedene andere Hochschulen, Theater, Museen und Kultureinrichtungen sowie ein Hochseehafen.

Sie ist ein kosmopolitische und naturnahe Stadt mit viel Energie. Sie besitzt die quirlige Energie der kosmopolitischen Stadt, tobende Energie im Boden unter ihren Füssen oder die stille, grüne Energie der Landschaft vor den Stadttoren.

Reykjavik ist nahe an der Natur, energiegeladen und voller Kultur. Sie ist eine Stadt voller Gegensätze. Insgesamt gibt es in Reykjavik nicht wirklich viele interessante Gebäude oder Sehenswürdigkeiten. Architektonisch ist Reykjavik eher etwas langweilig.

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören das Rathaus, das Parlamentsgebäude Althing, die beeindruckende Hallgrimskirkja-Kirche, die als markantestes Wahrzeichen der Stadt gilt und das Hofdi Haus, einem der schönsten Gebäude der Stadt. Von dem Kirchturm der Hallgrimskirche hat man einen schönen Blcik auf die Stadt.

Freitag, 8. Januar 2010

Eine neue Eiszeit

Stonehege Vor etwa 10.000 Jahren endete die letzte Eiszeit. Damals begann vermutlich auch die Nutzung des Geländes von Stonehenge als Kultustätte. Die berühmten Steinblöcke wurde allerdings erst viel später errichtet, vor etwa 5.000 Jahren. Seit fast 5.000 Jahren umschließt der Steinkreis von Stonehenge einen heiligen Ort, doch dessen Bedeutung ist nur in Ansätzen bekannt.
Die Ausrichtung der Steine deutet darauf hin, dass das Heiligtum als Observatorium genutzt wurde. Die Megalithen sind exakt auf die Beobachtung der Winter- und Sommersonnenwende hin ausgerichtet. Zumindest darüber sind sich die Wissenschaftler einig. Stonehenge ist ein in der Jungsteinzeit begründetes und mindestens bis in die Bronzezeit benutztes Bauwerk in der Nähe von Amesbury in Wiltshire, England, etwa 13 Kilometer nördlich von Salisbury. Es besteht aus einer Grabenanlage, die eine Megalithstruktur umgibt, welche wiederum aus mehreren konzentrischen Steinkreisen gebildet wird.
Nun ist die eiszeitliche Kälte auch in Großbritannien zurückgekehrt. Das geheimnisvolle Bauwerk ist tief verschneit, denn in Großbritannien ist der kalte Winter eingekehrt. Dort herrschen die tiefsten Temperaturen seit 30 Jahren.

Sonntag, 6. Dezember 2009

Das Land der 13 Weihnachtsmänner

Weihnachtsmänner auf Island

Am Morgen des 12. Dezember geht es auf Island wieder los: Die Weihnachtsmänner kommen aus den verschneiten Bergen - und mit ihnen jenen wunderbaren Bräuche, die nur ein Ausländer als seltsam empfindet.

Etwa, dass es auf Island 13 Weihnachtsmänner gibt. Stekkjastaur macht den Anfang und steigt als erster aus den Bergen herab. Jedes Kind auf Island weiß, dass Stekkjastaur noch zwölf Kollegen hat.

Jeden Tag vom 12. Dezenber an, steigt ein weiterer aus den tief verschneiten Vulkanbergern herab, bis am Heiligen Abend alle beisammen sind. Danach geht, Stekkjastaur voran, täglich wieder einer zurück in die Wildnis, und am 6. Januar, dem Dreikönigsfest, sind alle wieder verschwunden.

Damit können die eigenwilligen Isländer als einziges Volk der Welt behaupten, von 13 Weihnachtsmännern beschenkt zu werden und 26 Tage lang Weihnachten zu haben. Welch eine Bescherung im Land der Nordmänner!

Freitag, 25. September 2009

Guinness-Bier feiert 250.Geburtstag

Am 24. September feierte ein Klassiker unter den Bieren einen runden Geburtstag. Das traditionsreiche irische Guinness-Bier wird 250 Jahre alt. Pünktlich um 17:59 irischer Zeit erhoben Hunderttausende Menschen ihr Glas und brachten einen Trinkspruch auf den Brauererei-Gründer Arthur Guinness aus.

Es war im Jahr 1759, als ein junger Mann ins Brauereigeschäft einstieg und eine Brauerei am St. James Gate in Dublin gründete. Der Ire hatte grosses Vertrauen in die Zukunft, denn er schloss einen Pachtvertrag für 9000 Jahre. Damit legte er den Grundstein für eine ungewöhnliche Erfolgstory, die bis heute andauert. Das dunkle Ale-Bier mit der irischen Harfe als Symbol gehört zu den traditionsreichsten Bieren der Welt.



Arthur Guinness braute zunächst helle Biersorten und danach braute er sich was Dunkles zusammen. Im Jahr 1778 begann Guinness mit dem Brauen der dunklen Biersorte Porter und entschloss sich, in Konkurrenz zu britischen Brauern zu treten. Der Erfolg gab ihm Recht. Nur zehn Jahre dauerte es, bevor die ersten Fässer des dunklen Ale-Bieres über die irische See nach England exportiert wurden. Damit begann der Aufstieg des dunklen Ale-Bieres in der ganzen Welt. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts war seine Brauerei die größte Porter- und Stout-Brauerei der Welt.

Mittlerweile gibt es 35 Brauereien in der ganzen Welt, die den dunklen Gerstensaft für durstige Ale-Trinker herstellen. Der größe Absatzmarkt liegt im Vereinigten Königreich, gefolgt vom Mutterland Irland.

Um das irische Nationalgetränk ranken sich zahlreiche Mythen. Mittlerweile ist Guinness viel mehr als nur ein Getränk: Es ist ein Symbol für eine bestimmte Lebensart, es ist ein lebendiges Stück Irland.

Sonntag, 20. September 2009

Gefährliche Wallfahrten zum Mont Saint-Michel

Wallfahrten waren seit jeher gefährliche Abenteuer mit ungewissem Ausgang. Die Pilger waren auf ihrer Reise vielfältigen Gefahren - auch der Natur - ausgesetzt. Manchem christlichen Wallfahrer wurde daher der Abschluß eines Testaments nahegelegt.

Im Mittelalter kündete der Mont Saint-Michel von den Gefahren einer solchen Wallfahrt. Für die Pilger des Mittelalters war der Berg des Heiligen Michael voller Gefahren. Seine Anziehungskraft verdankte der mythische Berg seiner maritimen Lage. Seinerzeit lag der »Wunder des Abendlandes« genannte Berg kilometerweit draußen im Wattenmeer vor der Küste der Bretagne.

Seit Mitte des 9. Jahrhunderts waren die Pilger, allen Gefahren zum Trotz, zum Mont-Saint-Michel geströmt, der zum Hauptziel der Michaels-Verehrer in Europa wurde. Eine Blütezeit war das 13. Jahrhundert, die Zeit der christlichen Erneuerungsbewegungen.

Viele Pilger ertranken auf ihrer frommen wallfahrt, weil sie bei Ebbe in Sickerstellen ertranken oder von der Flut überrascht wurden. Der Berg wurde jedoch von der Natur gnädig gestimmt und kam den Pilgern immer näher, weil sich immer mehr Sand und Schlick in der Bucht ablagerte. Später verband ein Straßendamm die Insel mit dem Festland.



Dem Problem der zunehmenden Verlandung des Berges will nun ein Expertenteam entgegenwirken. Mit einem 200 Millionen Euro teuren Ökoprojekt soll der Berg Mont Saint-Michel dem Meer zurückgegeben werden. Kernstück ist ein Gezeiten-Staudamm an der Stelle, wo der Fluß Couesnon in die Bucht mündet. Er soll wie eine Spülmaschinen wirken und die Bucht um den Heiilgen Berg reinigen.

Für manch frommen Pilger wird die Reise wieder beschwerlicher. Für ihn gilt dann wie im Mittelater: "Gehst du nach Saint Michel, vergiß nicht, vorher dein Testament zu machen." Schade, daß Victor Hugo das nicht mehr erleben darf: Der berühmte Autor forderte bereits im 19. Jahrhundert: "Der Mont Saint-Michel muß eine Insel bleiben."

Weblink:

Mont Saint Michel soll wieder vom Meer umspült werden - www.tagesschau.de/ausland

Freitag, 11. September 2009

Der Obama aus dem Osten

Srednjaja Achtuba in der Nähe von Wolgograd ist ein eher unscheinbares Dorf tief im Süden Russlands. In diesem Dorf stehen Bürgermeisterwahlen an. Im Mittelpunkt der Wahlen steht ein in Guinea Bissau Geborener, der  sich anschickt, dort als erster Schwarzer in Russland Bürgermeister zu werden.

Wassilij Iwanowitsch, der Schwarze aus Guinea Bissau, ist seit zwei Jahren russischer Staatsbürger. Seine Eltern hatten ihn zum Pädagogikstudium nach Wolgograd geschickt. Er ist geblieben und hat seinen Namen geändert. Aus Zhoakrim Krima wurde Wassilij Iwanowitsch. Der beliebte schwarze Kandidat ist vor allem ein Mann mit einer russischen Seele. Als Wahlkämpfer versteht er es, die dort lebenden Menschen und ihre Seele anzusprechen.

Wassilij Iwanowitsch fällt auf, jeder kennt ihn. Das nutzt ihm bei seinem anstrengenden Wahlkampf. Für sie ist er der Neger. In Russland ist das allerdings kein Schimpfwort, sondern bezeichnet einfach einen Schwarzen. "Ich werde ackern wie ein Neger", das alte russische Sprichwort soll sein Slogan werden, wenn er es geschafft hat, als Kandidat aufgestellt zu werden.

Jetzt macht der Mann mit der russischen Seele sich auf, um der erste schwarze Bürgermeister Russlands zu werden. 700 Unterschriften muss er sammeln, damit er Bürgermeisterkandidat von Srednjaja Achtuba werden kann.

Dafür ist er jeden Tag bis abends auf den staubigen Strassen im Dorf unterwegs und wirbt in persönlicher Ansprache um Wähler. Unterstützt wird er von einem Wahlkampfmanager und überzeugten Anhänger von Präsident Medwedew.

Wassilij Iwanowitsch, der Afro-Russe aus Guinea Bissau, liebt es, im Mittelpunkt zu stehen. Seine Kandidatur sorgt für Gesprächsstoff. Ein schwarzer Bürgermeister in Russland wäre eine kleine Sensation in dem Land, in dem viele wegen ihrer Hautfarbe diskriminiert und sogar ermordet werden.

In Srednjaja Achtuba mögen sie ihn alle, aber ob sie ihn auch zu ihrem Bürgermeister machen wollen? "Warum sollten wir es nicht einmal mit ihm versuchen", so ein potentieller Wähler. Vorbild für seien Kandidiatur ist der Afro-Amerikaner Barack Obama. "In Amerika haben sie doch auch für Barack Obama gestimmt, warum sollen wir das in Srednjaja Achtuba nicht auch machen?"

Wassilij Iwanowitsch hat also gute Chancen, Bürgermeister in Srednaja Achtuba zu werden. Einen Hinweis auf den möglichen Wahlausgang liefert ein altes russisches Sprichwort: "Das Ende ist die Krönung einer Sache".